Freitag, 14. März 2014

Apfel-Ingwer-Muskatnuss-Taler aus dem Hause Fox

Jetzt wo ich so viel Freizeit habe ist wieder Zeit zum Spazieren gehen, Sonne genießen, Gitarre üben und Filme gucken! Und gebacken wird natürlich auch! Diesmal durfte mein Freund sich was wünschen - also was Gebackenes... Was hat er sich gewünscht? Natürlich Kekse! Mit was? Natürlich Apfel! Er liebt Kekse und er liebt Apfel (im Gebäck), also ist es klar, dass er direkt diese Apfel-Ingwer-Muskatnuss-Taler probieren wollte:


Der Keksteig ist mit frischem Ingwer und Muskatnuss gewürzt, was sehr gut zu Apfel passt, wie ich finde. Die Apfelnote entsteht durch die aufgelegte und mitgebackene Apfelscheibe und durch das anschließende Bestreichen mit Apfelgelee. Die Kekse sind sehr lecker und mürbe. Mal was anderes!

Das Rezept für diese Apfel-Taler stammt aus dem Rezeptbuch Filmrezepte, das mit der Callwey-Verlag freundlicherweise zum Testen zur Verfüngung gestellt hat. In diesem Buch wurden von Sterneköchen und -köchinnen Menüs zu den verschiedensten Filmen entwickelt. Sie sind unterteilt in die folgenden Kapitel:
  • Savoir vivre
  • Benvenuti a tavola
  • Harmonie mit Stäbchen
  • Gedankenfutter
  • Köche von Morgen
Dabei sind viele Rezepte, die sehr lecker klingen, aber teilweise auch aufwändig und etwas dekadent, wenn man wie ich als (Noch-)Studentin auf die Kosten der Zutaten schauen muss. 
Ich gebe euch ein paar Beispiele. Einige Titel der Rezepte lauten: Gebeizter Wildlachs auf Blini mit Kaviar, Kleine Apfelpizzetten mit gebratener Gänseleber, Weinbergschnecken mit Petersilienpüree und Brioche, Schokoladensoufflé mit Mango-Passionsfrucht-Ragout und Mangosorbet, Zanderfilet mit Rieslingsauce und Parmesan-Kartoffelecken, Pistou Ravioli oder Couscous und Kichererbseneintopf mit Spinat und Safran.

Für mich persönlich sind einige Rezepte dabei, die ich gerne noch ausprobieren würde (z.B. das Soufflé oder den Couscous), aber auch einige, die ich gar nicht probieren möchte. Auf Leber bin ich zum Beispiel gar nicht scharf... Aber das ist ja Geschmackssache.

Den Aufbau des Buches finde ich ganz nett! Es wird jeweils ein Film vorgestellt mit Bildern, Zitaten und einer Inhaltsangabe. Darauf folgt dann ein Menüvorschlag mit Rezepten für drei Gänge von einem der 13 teilnehmenden Sterneköche. Ein persönliches Manko für mich: Ich habe kaum einen der Filme aus dem Buch gesehen -umso hilfreicher sind die Erklärungen zu den Filmen. Auch hier möchte ich euch ein paar nennen, damit ihr einen Eindruck bekommt: Big Night, Toast, Das große Fressen, Ratatouille, GoodFellas, Julie & Julia, How to cook your Life, Brust oder Keule, Kochen ist Chefsache...


Zu jedem Rezept gibt es eine Doppelseite mit hübschem Foto und leicht verständlicher Rezepterklärung. Das Buch ist perfekt, wenn ihr zu einem Filmabend mit Freunden ein Dinner servieren möchtet, das ordentlich Eindruck macht, aber nicht zu schwierig ist! Die Rezepte sind nicht kompliziert, brauchen aber etwas Zeit (so steht es im Vorwort). Die Apfel-Taler allederings gingen ganz einfach und schnell zu backen!



Zurück also zu den Apfel-Ingwer-Muskatnuss-Talern... Diese sind als Dessert von Sonja Frühsammer zu dem Kinderfilm Der fantastische Mr. Fox kreiert worden. Ein Film über eine Fuchsfamilie, die durch Hühnerklau in Schwierigkeiten gerät... 

"Ich weiß, wie es ist, anders zu sein", sagt Mrs. Fox zu ihrem Sohn, "du bist es auch. Wir alle sind es." (aus Der fantastische Mr. Fox)  
 
  
Zutaten 
2 Äpfel
250g weiche Butter
100g Zucker
2g Salz
2g Muskatnussblüte, gemahlen (ich habe stattdessen 2-3 Messerspitzen gem. Muskatnuss genommen)
10g frischer geriebener Ingwer
Schale von 1 Bio-Zitrone, gerieben
1 Ei
320g Mehl
etwas brauner Zucker
etwas Apfelgelee 

Zubereitung
Apfel waschen und vorsichtig das Kerngehäuse herausschneiden, sodass der Apfel ein Loch hat. Dann dünne Apfelringe schneiden. Butter, Zucker, Salz, Muskatnuss, Ingwer und Zitrone verrühren. Ei unterschlagen. Mehl sieben und nach und nach unterheben.
Den Teig etwa 0,5 - 1cm dick ausrollen und runde Kekse ausstechen, die etwas größer sind als die Apfelringe. Kekse auf ein Backblech legen (Achtung, sie werden beim Backen noch etwas größer, daher ausreichend Abstand lassen!) und Apfelringe darauf legen. Mit braunem Zucker bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 160°C etwa 15-20 Minuten (je nach Größe der Kekse) backen bis sie am Rand braun werden. Nach dem Backen die Kekse vorsichtig Gelee bestreichen. Abkühlen lassen. Fertig!


"Gutes Essen ist wie Musik, die du schmecken kannst. Um dich herum ist alles sehr gut. Du musst es nur erkennen, innehalten und kosten." (aus Ratatouille)

Mein Fazit: Die Apfel-Taler sind sehr lecker, aber ich glaube ich würde sie trotzdem nicht noch einmal backen, weil ich dann doch eher der Schokokeks-Fan bin. Dennoch werde ich bestimmt noch weitere Rezepte aus Filmrezepte nachkochen und -backen. Ganz oben auf der Liste: Das Schokosoufflé! Allerdings hätte ich mir für mich andere Filme gewünscht, die ich auch besser kenne, aber da hat ja jeder sein eigenes Filmrepertoire...  so lerne ich dann halt mal ein paar neue Filme kennen.
Die meisten Rezepte sind nach meinem Eindruck eher "für besondere Anlässe", aber ich finde, ab und zu kann ja auch mal was außergewöhnliches auf den Tisch.



***


Was haltet ihr generell von der Idee eines Filmkoch- und Backbuchs? Findet ihr das interessant?

Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen? Und was würdet ihr dazu backen oder kochen?

Auf Miss Blueberrymuffin's Blog gibt es übrigens eine ähnliche Reihe "Kino in der Küche" mit Rezepten zu Filmen. 

Alles Liebe



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